Schnitt durch einen steinernen Limeswachtturm.
Die Holz- und Steintürme besaßen zwei Obergeschosse.
Bei den Steintürmen war zusätzlich das Untergeschoss von innen zugänglich.
Die Mauern der Steintürme waren einst hell verputzt und außen mit rotem Fugenstrich versehen, der Quadermauerwerk imitieren sollte
Ende des 1. Jh. n. Chr. zunächst als Postenweg mit hölzernen
Wachttürmen angelegt, wurde der Limes (limes, lat.: Schneise, Weg) in Obergermanien um 120 n. Chr. mit einer zumeist aus halbierten Eichenstämmen bestehenden Palisade ausgebaut. Ab der Mitte des 2. Jh. n. Chr. errichtete man Steintürme neben den baufällig gewordenen Holztürmen.
Wohl spätestens um 170 n. Chr. wurde die Palisade durch Wall und Graben ersetzt. Die Wachtposten standen in Sichtweite voneinander entfernt, so dass ein Nachrichtenaustausch mittels
optischer und akustischer Signale möglich war.
Zum Dienst der Turmbesatzungen, die aus den nahe gelegenen Kastellen abkommandiert wurden, gehörten das »Wacheschieben«, Kontrollen an den Limesdurchgängen sowie Instandhaltungsarbeiten an Bauten und Ausrüstungsgegenständen.
Und das Freizeitvergnügen nach Dienstschluss?
Hier, am heute nicht mehr sichtbaren Wp 5/16, wurden in den 1960er Jahren drei römische Spielsteine des bei den Römern beliebten Mühlespiels und die Perle einer Damenhalskette
gefunden…